+++ Work­shop 2: Indi­vi­du­el­le Wege der Erwerbs­mi­gra­ti­on und Umgang mit pri­va­ten Vermittlungsagenturen +++

Mode­ra­ti­on: Simu­na Kara­dzic-Nah­ler, Hou­da Ara­ar-Makhlouf (Wel­co­me Cen­ter der Regi­on Braun­schweig-Wolfs­burg) und Kris­tin Hinz (Bet­ti­na Harms Pfle­ge GmbH)

Im Rah­men die­ses Work­shops wur­den die Her­aus­for­de­run­gen dis­ku­tiert, die im Zusam­men­hang mit den indi­vi­du­el­len Wegen der Erwerbs­mi­gra­ti­on – abseits von bila­te­ra­len Abkom­men – ent­ste­hen. Der Aus­tausch erfolg­te ent­lang von drei Leitfragen:

  1. Wel­che Mög­lich­kei­ten der Fach­kräf­te­ge­win­nung im Aus­land gibt es neben Anwer­be­pro­gram­men und Personalvermittlungsagenturen?
  2. Wel­che Her­aus­for­de­run­gen für Unter­neh­men bringt die Anwer­bung von inter­na­tio­na­len Fach­kräf­ten mit sich?
  3. Was zeich­net seriö­se und fai­re Recrui­t­ing-Unter­neh­men aus?

Wie die Dis­kus­si­ons­run­de mit den Teil­neh­men­den ver­deut­lich­te, bestehen meh­re­re Wege der Fach­kräf­teak­qui­se. Zum einen gibt es die zeit­in­ten­si­ve Direkt­su­che (z.B. über per­sön­li­che Kon­tak­te, Online-Por­tal make-it-in-germany.de). Zum ande­ren kön­nen Fach­kräf­te über Ver­mitt­lungs­agen­tu­ren ange­wor­ben wer­den, was in der Regel mit höhe­ren Kos­ten ver­bun­den ist.
Eine gro­ße Her­aus­for­de­rung ist für Unter­neh­men ins­be­son­de­re im Vor­feld das „rich­ti­ge Erwar­tungs­ma­nage­ment“. So muss der Betrieb dar­auf ein­ge­stellt sein, dass ins­be­son­de­re bei der Not­wen­dig­keit einer Anpas­sungs­qua­li­fi­zie­rung die neu­en Mit­ar­bei­ten­den noch nicht von Beginn an voll ein­ge­setzt wer­den kön­nen.
Um eine fai­re Anwer­bung sicher­zu­stel­len, soll­te bei der Ver­mitt­lungs­agen­tur auf Zer­ti­fi­zie­run­gen (z.B. RAL Güte­sie­gel Fai­re Anwer­bung Pfle­ge), Trans­pa­renz, Refe­ren­zen und im bes­ten Fall auf eine Spe­zia­li­sie­rung hin­sicht­lich Land und Bran­che geach­tet wer­den.
Zusam­men­fas­send wur­de fest­ge­hal­ten, dass Deutsch­land als Ein­wan­de­rungs­land ins­ge­samt attrak­ti­ver wer­den soll­te. Ande­re, vor allem eng­lisch­spra­chi­ge Län­der – mit einer z.B. im Pfle­ge­be­reich stär­ker aka­de­mi­sier­ten Aus­bil­dung — sei­en für Fach­kräf­te häu­fig attrak­ti­ver als Deutsch­land. Ent­spre­chend soll­te u.a. die Über­nah­me sämt­li­cher Kos­ten des Anwer­be­ver­fah­rens durch den Betrieb selbst­ver­ständ­lich sein.

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