Start Guides“-Fachtag 2021 in Han­no­ver: Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on Geflüch­te­ter wei­ter voranbringen

Althus­mann: Bis­he­ri­ge Inves­ti­tio­nen und per­sön­li­che Anstren­gun­gen dür­fen nicht umsonst gewe­sen sein

Nie­der­sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Bernd Althus­mann hat heu­te in Han­no­ver den ‚Start Guides‘-Fachtag 2021 eröff­net. Den Fach­aus­tausch zur Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on von Geflüch­te­ten ver­an­stal­tet das Nie­der­säch­si­sche Arbeits­mi­nis­te­ri­um gemein­sam mit dem Cari­tas­ver­band für die Diö­ze­se Osna­brück e. V. (DiCV OS). Beglei­tet von wis­sen­schaft­li­chen Fach­vor­trä­gen dis­ku­tier­ten Exper­ten aus Arbeits­markt­pro­jek­ten, Job­cen­tern und Agen­tu­ren für Arbeit sowie ehren­amt­lich Enga­gier­te und Füh­rungs­kräf­te von Unter­neh­men aus ganz Nie­der­sach­sen hier über Stand und Hand­lungs­be­dar­fe zur Erwerbs­in­te­gra­ti­on Geflüch­te­ter nach der Coro­na­kri­se und über Erfolg ver­spre­chen­de Hand­lungs­an­sät­ze der künf­ti­gen Arbeits- und Aus­bil­dungs­för­de­rung für die­se Zielgruppe.

Minis­ter Althus­mann beton­te in sei­ner Eröff­nungs­re­de die Bedeu­tung einer guten Abstim­mung zwi­schen allen an der Inte­gra­ti­ons­ar­beit vor Ort betei­lig­ten Kräf­te. Mit Blick dar­auf, wie Geflüch­te­te auch nach der Coro­na-Pan­de­mie wei­ter in den Arbeits­markt inte­griert wer­den kön­nen, sag­te er: „Unse­re bis­he­ri­gen Inves­ti­tio­nen in Sprach­kur­se und beruf­li­che Qua­li­fi­zie­rung sowie auch die per­sön­li­chen Anstren­gun­gen der Geflüch­te­ten selbst, sich gut zu inte­grie­ren, dür­fen nicht umsonst gewe­sen sein. Das Nie­der­säch­si­sche Arbeits­mi­nis­te­ri­um unter­stützt des­halb im Rah­men des ‚Start Guides‘-Programms und wei­te­rer Maß­nah­men gezielt regio­na­le Pro­jek­te, die Geflüch­te­te bei der Inte­gra­ti­on in Aus­bil­dung und Beruf beglei­ten.“ Im Rah­men der aktu­el­len För­der­pro­jek­te und ihrer Vor­läu­fer haben seit 2015 so bereits mehr als 25.000 Arbeits­markt-Bera­tun­gen für Zuge­wan­der­te (ca. 16.000) und für Unter­neh­men (ca. 9.000) statt­ge­fun­den. Ins­ge­samt konn­ten mehr als 7.000 Aus­bil­dun­gen, Arbeits­plät­ze sowie Prak­ti­ka und berufs­qua­li­fi­zie­ren­de Maß­nah­men beglei­tet und ver­mit­telt wer­den. „In Zukunft geht es dar­um, die Erfol­ge, die wir bei der Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on Geflüch­te­ter bis­her erreicht haben, auch über die Zeit nach Coro­na abzu­si­chern“, so der Minis­ter wei­ter. „Den­je­ni­gen, die bis­her noch kei­nen Ein­stieg in Aus­bil­dung und Arbeit gefun­den haben, wol­len wir das noch zuver­läs­sig ermög­li­chen. Mit dem ‚Start Guides‘-Fachtag wol­len wir allen Betei­lig­ten der Erwerbs­in­te­gra­ti­on eine Gele­gen­heit bie­ten, sich im Kreis von Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus ganz Nie­der­sach­sen zu ver­net­zen und gleich­zei­tig dazu bei­tra­gen, erfolg­rei­che Hand­lungs­an­sät­ze zu verbreiten.“

Ulrich Kup­cz­ik, stell­ver­tre­ten­der Direk­tor des Cari­tas­ver­ban­des für die Diö­ze­se Osna­brück e. V. beton­te als Reprä­sen­tant der Trä­ger­or­ga­ni­sa­ti­on des „Start Guides“-Koordinierungsprojekts „Zen­tra­le Bera­tungs­stel­le ‚Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on und Fach­kräf­te­si­che­rung (ZBS AuF III)‘“ die gesell­schaft­li­che Bedeu­tung um die Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on von in Nie­der­sach­sen leben­den Geflüch­te­ten: „Die Inte­gra­ti­on in den Arbeits­markt ist ein wesent­li­cher Bau­stein für eine gelin­gen­de Inte­gra­ti­on. Die not­wen­di­gen Rah­men­be­din­gun­gen für eine fai­re Teil­ha­be am Erwerbs­le­ben zu schaf­fen, ist dabei eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be. Schon seit 2002 befasst sich der DiCV OS inten­siv mit der Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on von Asyl­su­chen­den und Flücht­lin­gen. In die­sem Kon­text war der Ver­band auch an der Ent­wick­lung ent­spre­chen­der Bun­des­pro­gram­me betei­ligt. Der DiCV OS ver­fügt somit über eine lang­jäh­ri­ge qua­li­fi­zier­te Rechts­ex­per­ti­se in die­sem The­men­feld, die seit Anfang 2021 durch die Trä­ger­schaft des Koor­di­nie­rungs­pro­jekts „Zen­tra­le Bera­tungs­stel­le Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on und Fach­kräf­te­si­che­rung (ZBS AuF III)“ auch den vom Nie­der­säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um geför­der­ten „Start Gui­des“ sowie wei­te­ren Mul­ti­pli­ka­to­ren im Kon­text der Fach­kräf­te­si­che­rung durch Zuwan­de­rung zur Ver­fü­gung steht.“

Hin­ter­grund

Das Nie­der­säch­si­sche Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Arbeit, Ver­kehr und Digi­ta­li­sie­rung för­dert im Rah­men der Fach­kräf­te­initia­ti­ve Nie­der­sach­sen und des Inte­gra­ti­ons­bünd­nis­ses ‚Nie­der­sach­sen packt an‘ mit dem Pro­gramm ‚Start Gui­des‘ seit Anfang 2021 lan­des­weit 23 regio­na­le ‚Start Guide‘-Projekte zur Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on von interna­tionalen Zuge­wan­der­ten mit und ohne Flucht­hin­ter­grund. Die ‚Start Gui­des‘ brin­gen Zuge­wan­der­te und Be­triebe nach den indi­vi­du­el­len und betrieb­li­chen Vor­aus­set­zun­gen zu Prak­ti­ka, Aus­bil­dun­gen und Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen zusam­men und unter­stüt­zen bei­de Sei­ten durch prak­ti­sche Hil­fen bei der betrieb­li­chen Inte­gra­ti­on sowie bei Fra­gen zum Auf­ent­halts­recht oder zur Arbeitsmarktförderung.

Die ‚Zen­tra­le Bera­tungs­stel­le ‚Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on und Fach­kräf­te­si­che­rung (ZBS AuF III)‘ ist das Koordi­nierungsprojekt im ‚Start Guides‘-Netzwerk. Auf ihrer Projekt­website www.zbs-auf.info stellt die ZBS AuF III recht­li­che Fach­in­for­ma­tio­nen in Form von Arbeits­hil­fen sowie eine umfang­reiche FAQ-Lis­te zur Ver­fü­gung. Inter­es­sier­te kön­nen zudem einen kos­ten­lo­sen News­let­ter zu The­men rund um die Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on von inter­na­tio­na­len Zuge­wan­der­ten beziehen.

Pres­se­an­sprech­part­ner des Cari­tas­ver­bands für die Diö­ze­se Osna­brück e. V.

Carl Escher
‚Start Guides‘-Koordinierungsprojekt, Zen­tra­le Bera­tungs­stel­le Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on und Fach­kräf­te­si­che­rung (ZBS AuF III)‘
Tel.: (0541) 341 443
E‑Mail: zbs-auf@caritas-os.de