7.13 Wann ist der Lebens­un­ter­halt eigen­stän­dig gesichert?

Der Lebens­un­ter­halt ist voll­stän­dig gesi­chert, wenn fol­gen­de Bedar­fe vor­aus­sicht­lich für die Dau­er des beab­sich­tig­ten Auf­ent­halts gedeckt sind:

  • SGB II – Regel­satz für Ernäh­rung, Klei­dung etc.
  • Unter­kunfts­kos­ten (Miet- und Nebenkosten) 
  • Erwerbs­tä­ti­gen­frei­be­trag   
  • Schutz für den Fall von Krankheit 

Neben dem eige­nen Bedarf muss der Bedarf der Fami­li­en­mit­glie­der, die mit dem Betref­fen­den in einer Bedarfs­ge­mein­schaft zusam­men­le­ben (Ehe­gat­ten, min­der­jäh­ri­ge Kin­der etc.) gedeckt sein.

Zu berück­sich­ti­gen sind vor allem fol­gen­de Ein­künf­te:

  • Ein­nah­men aus einer Erwerbstätigkeit
  • Arbeits­lo­sen­geld I
  • Leis­tun­gen der Kran­ken- und Rentenversicherung
  • Kin­der­geld, Kin­der­zu­schlag, Elterngeld
  • Leis­tun­gen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz
  • tat­säch­li­che Unterhaltszahlungen
  • Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe und BAföG – Leistungen.

Der Lebens­un­ter­halt ist nicht voll­stän­di­ge gesi­chert, wenn ein Anspruch besteht auf: Arbeits­lo­sen­geld II, Sozi­al­geld, Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­un­fä­hig­keit nach  SGB XII, Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt nach SGB XII oder ent­spre­chen­de Leis­tun­gen nach SGB VIII, Leis­tun­gen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Rechts­grund­la­ge: §§ 5 Abs. 1; 2 Abs. 3 Auf­en­thG;  AVwV Auf­en­thG 2.3