7.12 Wel­che Vor­aus­set­zun­gen müs­sen für die Ertei­lung eines Auf­ent­halts­ti­tels zur Auf­ent­halts­ver­fes­ti­gung (Auf­ent­halts­er­laub­nis, Nie­der­las­sungs­er­laub­nis, Erlaub­nis zum Dau­er­auf­ent­halt –EU) noch vorliegen?

Die Ertei­lung eines Auf­ent­halts­ti­tels ist in der Regel nur dann mög­lich, wenn ein Pass oder Passersatz (Rei­se­aus­weis für Flücht­lin­ge oder für Aus­län­der etc.) vor­liegt. Wird im Aus­nah­me­fall von die­ser Pass­pflicht abge­se­hen, muss i.d.R. die Iden­ti­tät geklärt sein.

Es darf kein Aus­wei­sungs­in­ter­es­se bestehen, was ins­be­son­de­re bei einer  Ver­ur­tei­lung zu einer Frei­heits­stra­fe von min­des­tens einem Jahr der Fall ist.

Der Auf­ent­halt  darf auch nicht aus einem sons­ti­gen Grund Inter­es­sen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land beein­träch­ti­gen oder gefähr­den. Dies gilt nicht, wenn ein Anspruch auf Ertei­lung eines Auf­ent­halts­ti­tels besteht.

Bei den in den Fra­gen  7.1 – 7.10 beschrie­be­nen Auf­ent­halts­ti­teln ist es nicht erfor­der­lich, dass die Ein­rei­se nach Deutsch­land mit einem Visum erfolgt ist.

Rechts­grund­la­ge §§ 5 Abs. 1 Nr. 4, 1a, 3; Abs. 2, Abs. 3 S. 1, 2 und 4; 18a Abs. 3; 53 ff AufenthG